Neues Exponat „Lichtleiter“ – Update zur Exponat-Entstehung

Dank der Spenden unserer Crowdfunding-Unterstützer Ende 2017 für den Bau eines neuen Exponates konnten die Vorbereitungen inzwischen beginnen.

Wie schon beschrieben, wollen wir die Funktionalitäten des Lichtleiterkabels und die dazugehörigen physikalischen Hintergründe zeigen.

Das Exponat wird aus zwei Rasterflächen mit vielen Löchern bestehen, die mit gebogenen Lichtwellenleitern verbunden sind. Auf einer Seite bestrahlt eine starke Lampe die Rasterfläche; die vielen Lichtwellenleiter (von jedem Loch der einen Rasterfläche je ein Leiter zum entsprechenden Loch der anderen Rasterfläche) übertragen das auftreffende Licht auf die zweite Rasterfläche. Nun können auf die beleuchtete Fläche Schablonen mit Mustern oder Farben aufgelegt werden und diese werden dann auf der anderen Seite abgebildet.

Mit unserem bereits vorhandenen Exponat „Lasermusik“, bei dem akustische Signale in optische Signale umgewandelt werden, können unsere Besucher dann erfahren und erleben, wie die moderne Glasfasertechnologie genutzt wird, um z.B. damit zu telefonieren oder Daten zu übertragen.

Für unser neues Exponat haben wir nun 1,4 km Lichtleiterkabel bestellt, und auch wenn sich das nach total viel anhört, benötigen wir diese Menge. Auf dem Raster sind gut 1000 Lichtpunkte, und bei über einem Meter Abstand zwischen den beiden Rasterflächen kommt diese Menge zusammen.

Unser Werkstatt-Team hat bereits begonnen, die Rasterflächen zu bohren, was zwei Tage gedauert hat, immerhin waren das über 2000 Löcher …

Wir haben schon einen ersten Test gemacht – siehe Foto! Hier sind die Lichtleiter noch auf ein und derselben Platte, aber der Effekt lässt sich schon gut erkennen!

Wie geht es weiter?

Das Werkstatt-Team baut als nächstes das Gestell für das Exponat und wird danach die Lichtleiter Punkt für Punkt einsetzen und auf die richtige Länge bringen.

Doch dazu später mehr …

08.03.2018: Geprüft und empfohlen: INSPIRATA–Mitmachmuseum für erfolgreiche Arbeit ausgezeichnet

PRESSEMITTEILUNG vom 8. März 2018

Das Leipziger Mitmachmuseum INSPIRATA trägt ab sofort ein Wirksamkeitssiegel für die besonders erfolgreiche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Das vom unabhängigen Beratungs- und Analysehaus PHINEO verliehene Wirkt-Siegel würdigt das INSPIRATA-Projekt mit seinen Angeboten, die Schülerinnen und Schülern durch gezielte Auseinandersetzung mit Themen rund um Mathematik, Naturwissenschaften und Technik ein wichtiges Rüstzeug für ihre berufliche Zukunft vermitteln.

Den sogenannten MINT- Fächern, bestehend aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, kommt in der Berufsorientierung eine wichtige Rolle zu. In der INSPIRATA erwerben die Schüler beim Lösen fiktiver Kriminalfälle, Bauen von Lego-Robotern oder Verschlüsseln von Nachrichten auf spielerische Art und Weise fachliches Wissen und neue Lust an MINT-Themen. Das INSPIRATA-Mitmachmuseum ist eine attraktive Ergänzung zum Schulunterricht und eröffnet mit experimentellen Methoden neue Zugänge zu bekanntem Lernstoff. „Das Projekt hat sich als beliebter und regional einzigartiger außerschulischer Lernort etabliert. Studierenden ermöglicht es wertvolle Praxiserfahrung und trägt so zu einer modernen MINT-Bildung an sächsischen Schulen bei“, sagt Sven Braune, Analyst bei PHINEO, dazu. Am 12. Juni 2018 wird das PHINEO Wirkt-Siegel in Berlin unter der Schirmherrschaft des Nationalen MINT Forums an insgesamt 19 Projekte vergeben.

Die INSPIRATA-Mitmachausstellung
Erleben, staunen, experimentieren – das alles ist in der INSPIRATA auf der Alten Messe Leipzig möglich. Über 200 interaktive Exponate laden zum Mitmachen ein und öffnen eine völlig neue Tür zu Mathematik und Naturwissenschaften – ohne Formeln und Symbole, aber mit viel Spaß am Knobeln und Experimentieren. Mit dem Zentrum für mathematisch-naturwissenschaftliche Bildung hat sich mitten im Herzen von Leipzig ein außerschuli­scher Lern- und Entdeckungsort etabliert, der sowohl Schüler als auch Lehrer, Kinder, Eltern und Großeltern, Studenten und Professoren in seinen Bann zieht. Der Verein INSPIRATA e.V. gründete sich im Zuge des „Wissenschaftsjahres der Mathematik“ 2008 auf Initiative engagierter Lehrerinnen und Lehrer, des Mathematischen Instituts der Universität Leipzig, des Max-Planck-Instituts für Mathematik in den Naturwissenschaften und zahlreicher anderer Partner. Was als kleine Exponatensammlung begann, entwickelte sich rasch zu einem attraktiven Lern- und Begegnungsort für Groß und Klein. Als erstes MI(N)T-Mach-Museum Leipzigs bietet die INSPIRATA zahlreiche Möglichkeiten, sich interaktiv und spielerisch mit mathematischen, naturwissenschaftlichen und technischen Phänomenen auseinanderzusetzen. Dies beinhaltet weit mehr als die mittlerweile über 200 Exponate umfassende Sammlung – eine At­traktion, die allein im vergangenen Jahr über 25.000 Besucherinnen und Besucher anlockte und die dank der vielfältigen Unterstützung durch ihre Partner ständig um attraktive Exponate und Angebote erweitert wird. Die Angebote richten sich vornehmlich an Schulklassen, Hortgruppen und Kindergartengruppen, welche die Ausstellung nach Voranmeldung täglich besuchen können. Aber auch interessierte Einzelbesucher haben am traditionellen Familiensamstag sowie an zahlreichen zusätzlichen und Ferienterminen die Möglichkeit, Matheluft zu schnuppern.

Hintergrund zum PHINEO Wirkt-Siegel
Bei MINT-Bildung geht es um mehr als Fachkräftesicherung. Grundlegende MINT-Kenntnisse sind in einer digitalisierten Welt Voraussetzung, damit jede und jeder sich an der Gesellschaft beteiligen und sie zukunftsfähig gestalten kann. Doch immer weniger Kinder und Jugendliche interessieren sich für MINT-Fächer, vor allem Mädchen und junge Frauen finden nur schwer einen Zugang zu Naturwissenschaft und Technik. Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Elternhäusern haben deutlich schlechtere Chancen auf eine gute MINT-Bildung, Deutschland schneidet im internationalen Vergleich bei Bildungsgerechtigkeit und Leistungsniveau nur mittelmäßig ab. Das Analysehaus PHINEO hat in einem 1,5-jährigen Verfahren untersucht, wie gemeinnützige Projekte aus ganz Deutschland diesen Herausforderungen begegnen. Heraus kam: Die Projekte leisten kreative und grundlegende Arbeit, um Kindern und Jugendlichen MINT-Kenntnisse zu vermitteln, ihre Talente zu fördern und sie fit für die Zukunft in einer digitalisierten Gesellschaft zu machen. Der PHINEO-Themenreport zeigt Qualitätskriterien für herausragende Projekte in der außerschulischen MINT-Bildung und gibt Tipps für Förderinnen und Förderer. Außerdem werden 19 ausgezeichnete Projekte und deren Ansätze porträtiert.

PHINEO ist ein gemeinnütziges Analyse- und Beratungshaus für wirkungsvolles gesellschaftliches Engagement. Ziel ist es, die Zivilgesellschaft zu stärken. Mit Wirkungsanalysen, einem kostenfreien Spendensiegel, Publikationen, Workshops und Beratung unterstützt PHINEO gemeinnützige Organisationen und InvestorInnen wie Stiftungen oder Unternehmen dabei, sich noch erfolgreicher zu engagieren. Bei der Arbeit im Themenfeld MINT-Bildung wird PHINEO von der Siemens Stiftung, der Fritz Henkel Stiftung, der Vector Stiftung und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gefördert. Weitere Unterstützung erfolgt durch acatech. Die Schirmherrschaft trägt das Nationale MINT Forum. Der Themenreport steht ab dem 12.06.2018 kostenfrei zur Verfügung unter www.phineo.org/publikationen.

www.phineo.org

www.inspirata.de

Ein Foto finden Sie zum Download unter:
https://oc.mis.mpg.de/s/vrHMT584ty3EEsP/download

Kontakt:
INSPIRATA Zentrum für mathematisch-naturwissenschaftliche Bildung e.V.
Deutscher Platz 4, 04103 Leipzig
Eingang G, 3. Etage

Telefon: 0341 35572923
E-Mail: kontakt@inspirata.de