Fachtagung „Spiele im Mathematikunterricht“ – 25.11.2015

Fachtagung der INSPIRATA in Kooperation
mit dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus

Spiele im Mathematikunterricht

Wer? Lehrerinnen und Lehrer, Studierende sowie
Referendarinnen und Referendare mit dem Fach Mathematik
Wo? INSPIRATA – 04103 Leipzig, Deutscher Platz 4 (Eingang G, 3. Etage)
Wann? Mittwoch, 25. November 2015, 9:00 – 16:00 Uhr

Anmeldung:
war möglich bis zum 16.11.2015
möglichst unter www.inspirata.de/spiele (hier auf der Seite ganz unten!)
oder ggf. telefonisch über 0341-1259757

„Spiele im Mathematikunterricht – Beispiele aus der Praxis“

Dozent: Rüdiger Vernay (Bremen)

09:00 Uhr – 10:15 Uhr = Einführungsvortrag:

Spiele sind eine methodische Bereicherung für den Mathematikunterricht. Sie können Bestandteil einer Einführung in ein neues Thema sein. Genauso beleben sie Übungs- oder Sicherungsphasen oder regen zum Problemlösen an.
Im Vortrag wurden für jeden der genannten Bereiche verschiedene Spiele vorgestellt und ihre Stellung im Lernprozess erläutert. Die Auswahl aus dem reichhaltigen Fundus des Referenten bezog selbst entwickelte Spiele ebenso ein wie auch aktuelle Brett- oder Kartenspiele, die sich für den Unterricht eignen. Weiterhin wurde gezeigt, dass sich gängige Spielmechanismen teilweise mit wenigen Änderungen für den Mathematikunterricht modifizieren lassen.

In den anschließenden Workshops konnten die vorgestellten und weitere Spiele ausprobiert werden.

10:45 Uhr – 12:15 Uhr = Workshop 1 zum Vortrag

12:45 Uhr – 14:15 Uhr = Workshop 2 zum Vortrag

Fadenspiele sind mehr!

Workshop-Leiter: Lothar Walschik (Bremen)

Diese Spiele werden auf der ganzen Welt gespielt. Es ist ein Phänomen, dass Finger-Fadenspiele seit alters her auf allen Kontinenten gespielt werden und unabhängig voneinander eine eigenständige Entwicklung vollzogen haben.
Im Workshop wurden Fadenspiele aus ganz unterschiedlichen Ländern bzw. Kulturen vorgestellt und vermittelt. Die Teilnehmer erfuhren etwas über die Herkunft und die Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten der Fingerfadenfiguren.
Bei den Menschen können die Fadenspiele die Motorik, Auge-Hand-Koordination, Kreativität und das Gemeinschaftsgefühl fördern. Hier spielen Generationen zusammen und lernen voneinander. Neben Mustern und Figuren gibt es eine Vielzahl von Zaubertricks – und vieles macht einfach nur Spaß. Neben dem Spiel zu zweit gibt es weltweit mehr als 5.000 Figuren, die nur mit einer Schnur und alleine gespielt werden. Mittlerweile sind bundesweit an Schulen Fadenspiel-AGs entstanden, die von der Fadenspielgruppe ABOINUDI – welche sich 2000 gegründet hat – mit ins Leben gerufen worden sind.
Ziel ist es auch, die erlernten Fadenfiguren im Großseil umzusetzen, d. h. Personen ersetzen die Finger und übernehmen deren Funktion. Mit Hilfe eines Großseils erlangen die Figuren ganz andere Dimension. Das Fingerfadenspiel wird zur Performance.
Bitte – nie den Faden verlieren!

10:45 Uhr – 12:15 Uhr = Workshop 3 „Fadenspiele“

12:45 Uhr – 14:15 Uhr = Workshop 4 „Fadenspiele“

Im Anschluss hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, die Ausstellungen der INSPIRATA einschließlich der aktuellen Sonderausstellung „Die Welt der Denkspiele – und was sie mit Mathematik zu tun haben“ zu besuchen.


Online-Anmeldung:

    Ihr Name (Pflichtfeld)

    Von welcher Einrichtung kommen Sie (Pflichtfeld)

    Ihre E-Mail-Adresse (Pflichtfeld)

    Ihre Tel.-Nummer (Pflichtfeld)

    Bemerkungen

    experiNat – 25.02. bis 31.03.2015

    experiNat – der größte Schülerwettbewerb in Leipzig – ging 2015 in die neunte Runde!
    Die Stadtwerke Leipzig GmbH forderten unter dem Motto „Entdecke, was dahinter steckt!“ alle Schülerinnen und Schüler aus den 9. und 10. Klassen der Gymnasien und Oberschulen im Großraum Leipzig auf, ihr Wissen aus dem Unterricht umzusetzen. Außerdem soll dieser Wettbewerb der Stadtwerke immer auch eine andere Form der Berufs- und Studieninformation für die Schüler der 9. und 10. Klassen sein. Die Beliebtheit bei den Schülerinnen, Schülern und Lehrern zeigt, dass die Naturwissenschaften gar nicht so uncool sind. Und tolle Preise gab es auch zu gewinnen …

    Im Wettbewerb arbeiteten jeweils Teams aus 6 Schülern an zwei Tagen von 8:30 Uhr bis 15:00 Uhr bei den Modulpartnern. Dort standen Betreuer den Schülern beim Forschen, Tüfteln und Lösen der Aufgaben zur Seite.

    Wettbewerbs-Modul “Optik” in der INSPIRATA

    Das Wettbewerbs-Modul “Optik” wurde zum vierten Mal in der INSPIRATA durchgeführt und von speziell geschulten Lehramtsstudenten exklusiv betreut.
    Nach einem Einführungsvortrag (über Anamorphosen und Stroboskop) führten die Schüler Experimente zur Bestimmung der Netzfrequenz mit einer Leuchtstofflampe und Stroboskopscheibe durch und zeichneten selbst eine optische Illusion (Anamorphose). Dann wurden vor Ort Fotos der Teilnehmer aufgenommen und daraus Wackelbilder zum Mitnehmen angefertigt. Abschließend wurde jeweils noch der Experinat-Test geschrieben.

    „Den eigenen Augen trauen können – Fehlanzeige in unserem experiNat-Modul Optik. Ob Scheinbewegungen, Höhentäuschungen oder Perspektivfehler: Bei unserem Wettbewerbspartner Inspirata dreht sich in diesem Jahr alles um optische Täuschungen. Ziel der Schüler ist es, diesen Geheimnissen auf die Spur zu kommen. Zu ihren Hilfsmitteln zählen u. a. ein Stroboskop und eine Zylinderanamorphose.“
    (Quelle: https://de-de.facebook.com/SWLeipzig)

    Wir freuten uns über kreative Teilnehmer und hoffen, dass alle erfolgreich waren!

    Projekt „mathemachen“ (News – Januar 2015)

    Der INSPIRATA e.V. kann Ende März 2015 einen neuen Bereich eröffnen. In zusätzlichen Räumlichkeiten nimmt das Projekt “mathemachen” Gestalt an. Dort können dann (nach regulärer Anmeldung) Schülerinnen und Schüler der 4. bis 7. Klassen, auch Kinder mit Migrationshintergrund und Inklusionklassen, eine einprägsame (Doppel-)Stunde Mathematik erleben und die theoretischen Zusammenhänge be-greifen! Auch für Lehrer-Fortbildungen kann der “mathemachen”-Bereich genutzt werden.

    „mathemachen“ ist eine Lernumgebung, die aus 20 Stationen zu verschiedenen mathematischen Themenbereichen besteht, wie Symmetrie, Formen, Muster, Körper, Brüche, Kryptographie usw.

    Schülerinnen und Schüler werden selbst aktiv und forschend tätig. Sie können Aufgaben entsprechend ihrem Leistungsvermögen auswählen, diese allein, mit einem Partner oder in der Gruppe in selbst bestimmtem Tempo durch Ausprobieren, Experimentieren und Überlegen lösen. Die großen Tische oder Wandexponate mit aufgedruckten Vorlagen und Anregungen ermöglichen es mehreren Schülerinnen und Schülern, gleichzeitig an einem Thema zu arbeiten, und fördern so Kommunikation und Teamfähigkeit.

    Die ansprechende, farbenfrohe Gestaltung der Stationen weckt das Interesse der Schüler. Sie werden nicht durch lange oder komplizierte Anweisungen abgeschreckt, sondern durch eine Frage neugierig auf das Material gemacht, das sie dann selbstständig erforschen. Das ist vor allem für Kinder mit Migrationshintergrund wichtig, denen unabhängig von ihrer individuellen Begabung oft Sprachschwierigkeiten den Zugang zur Mathematik erschweren. Die Exponate bauen auf bei allen Kindern vorhandenen Fähigkeiten – wie Formen, Muster oder Symmetrien zu erkennen – auf und regen die Kinder an, selbst logische Zusammenhänge zu finden. Verschiedene Schwierigkeitsstufen jedes Exponates ermöglichen es den Kindern, eine Aufgabe zu finden, die genau zu ihrem Entwicklungsstand passt. Das ist vor allem für Inklusionklassen wichtig.

    Weitere Informationen sind hier zu finden.

    Erweiterte Öffnungszeiten in 2014/2015

    Dank der Einrichtung und Förderung zweier Bürgerarbeitsstellen konnte der INSPIRATA e.V. vom September 2014 bis voraussichtlich März 2015 die regelmäßigen Öffnungszeiten für Familien und Einzelbesucher erweitern:

    Zusätzlich zu den Samstags-Öffnungen, jeweils von 12 bis 18 Uhr, kann jeden Montag bis Freitag jeweils von 15 bis 18 Uhr unsere Ausstellung besucht werden.
    Ausnahmen waren Feiertage und die Betriebsferien zum Jahreswechsel; aktuelle Hinweise stehen immer auf unserer Homepage.

    So können – außer sonn- und feiertags – im Prinzip jeden Nachmittag Besucher spontan in die INSPIRATA kommen!
    Lassen Sie sich inspirieren!

    15.01.2015: Faszinierende Kartonmodelle – Sonderausstellung in der INSPIRATA

    PRESSEMITTEILUNG vom 15.01.2015:

    Faszinierende Kartonmodelle – Sonderausstellung in der INSPIRATA

    Leipzig, 15. Januar 2015

    Zur Vernissage einer Sonderausstellung mit faszinierenden Kartonmodellen lädt die Mitmach-Ausstellung INSPIRATA am Samstag, dem 17. Januar ab 17.00 Uhr an den Deutschen Platz 4, Eingang G, ein. Die Besucher erwarten detailgetreue Nachbildungen von Gebäuden, Schiffen, Flugzeugen, Fahrzeugen und geometrischen Körpern. Gefertigt wurden diese von Dr. Heiko Schinke, IT-Spezialist am Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften und Mitglied des „Arbeitskreises Geschichte des Kartonmodellbaus (AGK) e.V.“. Heiko Schinke gibt einen Einblick wie aus Modellbaubögen durch Ritzen, Ausschneiden, Falten und Zusammenkleben beeindruckende dreidimensionale Gebilde, wie beispielsweise die Deutsche Nationalbibliothek, das Völkerschlachtdenkmal, ein Sportwagen Ford Thunderbird, ein Sportflugzeug und vieles mehr entstehen. Zudem vermittelt er viel Wissenswertes zur mittlerweile 500jährigen Erfolgsgeschichte des Kartonmodellbaus.
    Inspiriert von den ausgestellten Exponaten haben die Besucher selbstverständlich die Möglichkeit, auch selbst Kartonmodelle zu bauen oder diese käuflich zu erwerben.

    Ein Besuch der Sonderausstellung ist zu den regulären Öffnungszeiten für Familien und Einzelbesucher möglich. Die INSPIRATA hat montags bis freitags täglich von 15.00 bis 18.00 Uhr und samstags von 12.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Über 150 Mitmach-Exponate aus den Bereichen Mathematik und Naturwissenschaften warten darauf, von Kindern und Erwachsenen auf spannende Weise erkundet zu werden. Der Eintritt beträgt 5,00 pro Erwachsenen, 3,50 für Ermäßigungsberechtigte, 3,00 für Kinder, Familienkarten à 14,00 Euro.

    Informationen zur Mitmach-Ausstellung INSPIRATA:
    www.inspirata.de

    Informationen zum Arbeitskreis Geschichte des Kartonmodellbaus (AGK) e.V.:
    www.kartonmodellbau.org

    Veranstaltungsort:
    INSPIRATA – Zentrum für mathematisch-naturwissenschaftliche Bildung e.V.
    04103 Leipzig, Deutscher Platz 4
    Eingang G, 3. Etage

    Kontakt:
    INSPIRATA – Zentrum für mathematisch-naturwissenschaftliche Bildung e.V.
    Telefon: 0341-1259757
    E-Mail: kontakt(at)inspirata.de

    Ferien(pass)angebote – Winterferien 2015

    Die INSPIRATA war wieder dabei – beim Ferienpass-Programm der Stadt Leipzig!

    In den Schulferien vom 07. bis 21. Februar 2015 konntet ihr uns zu folgenden Zeiten besuchen:

    Familien und Einzelbesucher (Anmeldung nicht notwendig):
    dienstags und donnerstags jeweils von 10:00 – 18:00 Uhr,
    montags/ mittwochs/ freitags jeweils von 15:00 – 18:00 Uhr,
    samstags jeweils von 12:00 – 18:00 Uhr.

    Kosten für Familien und Einzelbesucher:
    gegen Abgabe des entsprechenden Coupons aus dem Ferienpass: kostenlos! /
    ohne Coupon (Ferienpass): 3,00 Euro für Kinder / 5,00 Euro für Erwachsene /
    3,50 Euro ermäßigt/ 14,00 Euro pro Familienkarte
    (gilt für einfachen Ausstellungsbesuch);
    bei speziellen Angeboten (Führungen, Basteln u.a.) werden ggf. Material- bzw. Zusatzkosten fällig

    Gruppen (i.d.R. ab 15 Personen – nur nach Voranmeldung):
    montags bis freitags
    jeweils 8:30 – 10:00 / 10:30 – 12:00 / 12:30 – 14:00 / 14:30 – 16:00 Uhr

    Kosten für Gruppenbesuche:
    gegen Abgabe des entsprechenden Coupons aus dem Ferienpass: kostenlos! /
    ohne Coupon (Ferienpass): 2,50 Euro für Kinder / 3,50 Euro für Erwachsene
    (gilt für einfachen Ausstellungsbesuch bei Gruppen ab 15 Personen);
    bei speziellen Angeboten (Führungen, Basteln u.a.) werden ggf. Material- bzw. Zusatzkosten fällig

    In diesen Winterferien hatten wir noch ein tolles Zusatz-Angebot:
    „Ferien-Workshop: Wir bauen uns ein Radio“

    am 13.02. und 16.02. jeweils von 14:00 bis 18:00 Uhr
    für jeweils 8 Schüler/innen im Alter von 14 bis 18 Jahren
    nur mit Anmeldung (ab 22.01. an kontakt(at)inspirata.de)!
    Kosten gegen Abgabe des entsprechenden Coupons aus dem Ferienpass:
    7,00 Euro incl. Material /
    ohne Ferienpass 9,00 Euro (Ferienpassinhaber bei der Anmeldung bevorzugt)

    Unsere regelmäßigen Angebote findet ihr auf unseren Webseiten!

    Wir freuten uns über 1.405 Kinder (davon 813 mit dem Ferienpass der Stadt) und 669 Erwachsene als Ferien-Besucher in der INSPIRATA!

    3. Leipziger Mineralien- und Familientag in der INSPIRATA – 18.04.2015

    Am Samstag, dem 18. April 2015, von 12:00 bis 18:00 Uhr in der INSPIRATA
    in Leipzig an der Alten Messe, Deutscher Platz 4, Eingang G (in der Durchfahrt)

    veranstaltete die Jugendgruppe für Mineralogie des Naturkundemuseum Leipzig
    mit Unterstützung der Fachgruppe für Geologie, Mineralogie & Paläontologie und
    in Zusammenarbeit mit dem Team der INSPIRATA den

    3. Leipziger Mineralientag für die ganze Familie in der INSPIRATA!

    Plakate und Handzettel warben vielerorts für diese Sonderveranstaltung.

    Es gab wieder tolle Sonderaktionen – u.a.:

    • Jedes Kind bekam ein Mineral geschenkt!
    • Mineralienbörse/-verkauf
    • kostenlos Mineralien-Schleifen
    • Geoden knacken
    • Tombola ohne Nieten
    • kleine Sonderausstellung (Informationen folgen)
    • Zeichnen von Mineralien mit dem Leipziger Künstler Martin Haubenreißer
    • Basteln von (geometrischen) Kristallformen mit den INSPIRATA-Betreuern
    • Kuchenbasar der „Leipziger Steinbeißer“/ Jugendgruppe für Mineralogie
    • Vorstellung der „Leipziger Steinbeißer“/ Jugendgruppe für Mineralogie im Naturkundemuseum Leipzig
    • Informationen über das Leipziger Naturkundemuseum durch Mitglieder des Vereins der Freunde und Förderer des Naturkundemuseum Leipzig e.V.
    • Informationen über den INSPIRATA e.V. durch das Team der INSPIRATA
      einschließlich Übersicht über die in der INSPIRATA nutzbaren Angebote
    • INSPIRATA-Mitmach-Ausstellung mit über 150 naturwissenschaftlichen Exponaten, Experimenten, Knobelspielen u.v.a.

    Der Eintritt zur Ausstellung und zu den Sonder-Angeboten kostete pro Kind/Schüler/in (jünger als 18 Jahre) 3,00 €, pro Erwachsenem 5,00 € (ermäßigt 3,50 €), pro Familienkarte 14,00 € (für 2 Erwachsene mit bis zu 3 eigenen Kindern oder Enkeln unter 18 Jahren).

    Sponsoren bzw. Unterstützer unseres diesjährigen Mineralientages waren:
    Lighthooked Photography & Webdesign | Florian Pappert,
    sedruck Copyshop & Buchmanufaktur (Leipzig),
    Familie Gloger, Familie Haubenreißer, Familie Jonas,
    Eltern der “Steinbeißer” u.v.a.


    Informationen zur Jugendgruppe für Mineralogie im Naturkundemuseum Leipzig findet man unter:

    Museumsnacht – 25.04.2015

    Die INSPIRATA beteiligte sich wieder bei der gemeinsamen Museumsnacht in Leipzig/Halle.

    Am Samstag, dem 25. April 2015, von 18:00 bis 01:00 Uhr
    öffnete auch unser Mitmach-Museum seine Ausstellung für alle Besucher.

    Erleben, Staunen, Experimentieren – das alles ist in der INSPIRATA auf der Alten Messe möglich. Über 150 interaktive Exponate laden zum Mitmachen ein und öffnen eine völlig neue Tür zu Mathematik und Naturwissenschaften.

    In unserem großen Bereich mit verblüffenden Optischen Täuschungen erfuhren unsere Besucher das Thema der diesjährigen Museumsnacht „Kopfkino“, „Vorstellungswelten und lebendige Einbildungskraft“ hautnah! Außerdem ließen beeinruckende Kartonmodelle in unserer aktuellen Sonderausstellung Gebäude, Fahrzeuge und fantastische geometrische Gebilde scheinbar lebendig werden.

    Ein Vertreter aus unserem INSPIRATA-Betreuer-Team hatte extra für die aktuelle Museumsnacht spannende, einmalige Aktionen zum Thema “Film und Wissenschaft” erarbeitet und vorbereitet:

    Wie findet Wissenschaft für Filmtricks und Spezialeffekte Anwendung?

    Film und Wissenschaft – kann das zusammenpassen? Etwa nur für langweilige Dokumentationen, die nur für hochstudierte Fachleute verständlich sind? Keinesfalls! Erleben Sie, wie in vielen großen Filmen auf den ersten Blick banale, jedoch unglaubliche Wissenschaft stecken kann. Erleben Sie, hier in der INSPIRATA, ein Zusammenspiel zwischen „Kopf“ und „Kino“. Und lassen Sie sich gesagt sein: Danach werden Sie vielleicht einen ihrer liebsten Filme mit anderen Augen betrachten.


    Informationen zur Museumsnacht fanden Sie unter www.museumsnacht-halle-leipzig.de.
    „Ihre Eintrittskarte gilt … für alle im Programm genannten Museen … Außerdem haben Sie von 16:00 bis 3:00 Uhr die Möglichkeit, Ihre Eintrittskarte als Fahrkarte … des MDV zu nutzen …“
    „Eintrittskarten erhalten Sie … in allen beteiligten Museen … sowie im Hauptbahnhof Leipzig (Zwischenebene, Zugang S-Bahn). Zusätzlich haben das Mobilitätszentrum der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH am Hauptbahnhof bis 18:00 Uhr sowie der LVZ Media Store in den Höfen am Brühl bis 20:00 Uhr für Sie geöffnet.“
    Es wurden auch wieder Sonderlinien eingerichtet.

    Wir freuten uns über 576 wissbegierige Besucher, darunter 108 Kinder unter 16 Jahren, zur diesjährigen Museumsnacht in der INSPIRATA – lassen Sie sich weiterhin inspirieren!

    Inspirata_Betreuer_Museumsnacht_2015_AmesRaum

    Vernissage zur Kartonmodellbau-Sonderausstellung – 17.01.2015

    In unserer INSPIRATA gibt es eine tolle neue Vitrinen-Ausstellung:
    “Kartonmodellbau – eine 500-jährige Erfolgsgeschichte”

    Wir luden Sie ein, am 17. Januar 2015 um 17 Uhr Herrn Dr. Heiko Schinke, IT-Spezialist im Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften und aktiv beim Verein „Geschichte des Kartonmodellbaus“, persönlich kennen zu lernen.
    Zahlreiche Besucher erhielten in einem kurzen Vortrag von Dr. Schinke einen interessanten Einblick in das Thema der Ausstellung.

    Dr. Schinke hat der INSPIRATA zahlreiche beeindruckende Kartonmodelle für diese Sonderausstellung zur Verfügung gestellt.

    Bestaunen Sie faszinierende drei­dimensionale Nachbildungen von Gebäuden, Schiffen, Flugzeugen, Fahrzeugen, technischen Geräten sowie geometrischen Körpern!
    Zu sehen sind u.a.:
    Deutsche Nationalbibliothek Leipzig / Völkerschlachtdenkmal zu Leipzig / Reichstag / Le Mont Saint Michel / La Chapelle russe à Paris / Canterbury Cathedral / Schloss Thun / Schloss Nidau / Schloss Wildegg / Schloss Frauenburg / Burg Schattenburg / “Villa Blumenthal” bei Bad Ischl / Torturm der Karlsbrücke in Prag / Arabische Schule in Algier / Opel Kadett / Sportwagen Ford Thunderbird / NSU-Roller „Lambretta” / Micky Maus „Western-Express” / Sportflugzeug Klemm L26Va mit Motor Argus As8 / Gotthard Postkutsche / Gütermotorschiff „Vicosoprano“ der Schweizerischen Reederei AG u.a.

    Die Ausstellungsstücke sind aus Modellbaubogen (früher auch Modellier- oder Konstruktionsbogen genannt) durch Ritzen, Ausschneiden, Falten und Zusammenkleben entstanden.
    Einige Modellbaubögen können Sie auch bei uns erwerben – lassen Sie sich inspirieren!

    Sonderausstellung „Kartonmodellbau – eine 500-jährige Erfolgsgeschichte“

    Dr. Heiko Schinke, IT-Spezialist im Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften und beim Verein „Geschichte des Kartonmodellbaus“, hatte der INSPIRATA für eine Sonderausstellung zahlreiche beeindruckende Kartonmodelle zur Verfügung gestellt.

    Diese sind aus Modellbaubogen (früher auch Modellier- oder Konstruktionsbogen genannt) durch Ritzen, Ausschneiden, Falten und Zusammenkleben entstanden. Zu sehen waren drei­dimensionale Nachbildungen von Gebäuden, Schiffen, Flugzeugen, Fahrzeugen, technischen Geräten sowie geometrischen Körpern u.a.:

    Deutsche Nationalbibliothek Leipzig / Völkerschlachtdenkmal zu Leipzig / Reichstag / Le Mont Saint Michel / La Chapelle russe à Paris / Canterbury Cathedral / Schloss Thun / Schloss Nidau / Schloss Wildegg / Schloss Frauenburg / Burg Schattenburg / „Villa Blumenthal“ bei Bad Ischl / Torturm der Karlsbrücke in Prag / Arabische Schule in Algier / Opel Kadett / Sportwagen Ford Thunderbird / NSU-Roller „Lambretta” / Micky Maus „Western-Express” / Sportflugzeug Klemm L26Va mit Motor Argus As8 / Gotthard Postkutsche / Gütermotorschiff „Vicosoprano“ der Schweizerischen Reederei AG u.a.

    Für Familien und Einzelbesucher war die Sonderausstellung zuletzt samstags zwischen 12 und 18 Uhr zu besichtigen – bitte auch immer aktuelle Hinweise beachten!

    Seit wann gibt es Modellbaubogen?

    Der älteste z.Z. bekannte Bogen stammt aus dem Jahr 1529, ist also fast 500 Jahre alt. Dieses „Sonnenuhrkruzifix“ wurde von Georg Hartmann in Nürnberg von einem Holzschnitt gedruckt, es ist in einer unserer Vitrinen (links vor dem Text-Aufsteller) zu sehen.

    Da Papier teuer war und der Druck von Grafiken aufwändig, waren in den folgenden Jahrhunderten Kartonmodellbogen noch kein Massenprodukt. Sie wurden jedoch u.a. bei der Kriegstaktik-Ausbildung adliger Armeeführer eingesetzt. Erste Lehrbücher über „Die Kunst, mancherlei Gegenstände aus Papier zu formen“ entstanden zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Aufbauend auf den Grundlagen der Geometrie und mit zahlreichen Abbildungen versehen wird in dem in Leipzig verlegten Buch von H. Rockstroh die Konstruktion von eigenen Kartonmodellen als „Eine bereits anerkannte nützliche und angenehme Beschäftigung für junge Leute“ bezeichnet.
    Der große Boom der Modellbaubogen entstand, als Mitte des 19. Jahrhunderts die große Zeit des reinen Bilderbogens zur Neige ging. Die schnellere Ver­breitung von Nachrichten, gefördert durch technische Errungenschaften, ließen deren Absatz einbrechen. Preiswertes Papier und rationelle Druckverfahren standen zur Verfügung – so entwickelten viele Firmen zur Hebung der Auslastung ein zahlreiches Modellbaubogen-Programm. Zentren der Produktion waren z.B. in Neuruppin (Oehmigke & Riemschneider, F.W. Bergemann, G. Kühn) oder in Epinal (Pinot & Sagaire, Imagerie d’Epinal Pellerin – siehe den Bogen „École arabe en Algérie“ von 1888).

    Es wurden, teilweise in Auflagen von über 100 000 Stück, mehrere hundert unterschiedliche Motive angeboten: Häuser, Burgen, Schlösser, technische Errungenschaften, Papiermechanik. Die Bogen, meist nur aus einem Blatt ca. A2/A3 bestehend, kosteten nur wenige Pfennige. Sie waren dazu geeignet, Kindern und Jugendlichen als nützlicher Zeitvertreib zu dienen und sich gleichzeitig spielerisch mit den Gegenständen der Erwachsenenwelt sowie Objekten aus fernen Ländern auseinanderzusetzen. Der Einüben einer exakten und systematischen Arbeitsweise beim Zusammenbau galt als gute Vorbereitung für das Berufsleben und die meist nur minimalen Anleitungen regten die Fantasie und Vorstellungskraft über das fertige Objekt an.

    Die weitere Entwicklung bis in die Gegenwart

    Um die Wende zum 20. Jahrhundert wurden die Modellbaubogen größer und umfangreicher. So konnten aus mehreren Bogen bereits komplizierte (Kriegs-) Schiffe, Flugzeuge, Luftschiffe oder größere Burgen und Stadt-Ensemble gebaut werden. Immer waren die Modellbogen jedoch ein Spiegel ihrer Zeit: Neuheiten kamen schnell auf den Markt (z.B. der Bogen des Völkerschlachtdenkmales bereits vor der Eröffnung – daher fehlen die Fenster der Ruhmeshalle, die erst später hinzugeplant wurden) oder die neuesten Flugzeuge und Kriegsgeräte.

    In den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts begann ein langsamer Niedergang. Bedingt durch neue Entwicklungen (Plastemodellbau) und ein anderes Freizeit­verhalten (Radio, Fernsehen, Reisen) war Kartonmodellbau nicht mehr „in“. Trotzdem bieten bis heute zahlreiche Verlage ein umfangreiches Modellbau­bogen-Programm an bzw. haben die Bogenproduktion in den letzten Jahren wieder neu aufgenommen, z.B. Schreiber-Bogen, HMV, MDK, GPM (Polen), Maly Modelarz (Polen), Betexa (Tschechien), L’Instant Durable (Frankreich). Das Angebot reicht dabei von ganz einfachen Bogen mit wenigen Teilen für die Unterstufe (z.B. eine Murmelbahn oder ein Tuckerboot) bis zu komplizierten Architektur- oder Schiffsmodellen mit mehreren Tausend Teilen!
    Besonders in den letzten Jahren hat der Kartonmodellbau wieder einen großen Aufschwung genommen, befördert durch das Internet. Denn alle Kartonmodell-Vorlagen werden heute digital erstellt und zahlreiche Konstrukteure veröffent­lichen diese Konstruktionen auf ihrer Homepage. Diese lassen sich dann leicht auf dem heimischen Drucker ausdrucken und dem Modellbauvergnügen steht nichts mehr im Wege. Insbesondere im asiatischen Raum gibt es sehr umfang­reiche Communities und tausende Kartonmodelle zum Download, inbesondere Manga- oder SciFi-Figuren. Auch große japanische Drucker-Hersteller (z.B. Canon, Epson, HP) bieten eine schier unerschöpfliche Auswahl von realen Modellen sowie Spaß- und Fantasie-Vorlagen.

    Besondere Modelle

    Eine Besonderheit stellten die in den beiden oberen Fächern der linken Vitrine gezeigten historischen und aktuellen Papiermechanik-Modelle dar. Zusätzlich zum Modellbau gibt es hier Bewegungselemente, z.B. Ofenbilder (angetrieben durch warme Luft), Kurbelmechanik, Sandantrieb.

    Auch die bunten geomet­rischen Modelle aus der einzelnen Vitrine rechts waren ein Sonderfall. Sie haben i.A. nur sehr wenige unterschiedlich geformte und recht große Teile, erfordern im Aufbau dafür aber ein deutliches höheres Vorstellungsvermögen.

    Weitere Informationen:

    Detaillierte Einblicke in die „Geschichte des Kartonmodellbaus“ bietet der gleichnamige Verein auf seiner Homepage unter www.kartonmodellbau.org. Neben zahlreichen Publikationen zum Thema pflegt er eine Datenbank mit Informationen über knapp 20 000 Kartonmodelle aus Vergangenheit und Gegenwart.