Von Elefanten, Feen und hilfreichen Robotern – Pen & Paper meets Robotik

Julia Püschel/ August 4, 2026/ Allgemein

Interviews mit unseren Held:innen und unserem Spielleiter Oli

Eine Fee mit einem Breitschwert? Eine geworfene Schildkröte? Und plötzlich taucht ein Roboter-Elefant auf! In den letzten zwei Wochen wurden in der INSPIRATA fantastische Abenteuer erlebt – mit Würfeln, Stift, Papier und Lego.

Bei Pen & Paper meets Robotik haben unsere Teilnehmenden ihr Schicksal selbst in der Hand. Die Ferienworkshops aus der Reihe „Sommer in der INSPIRATA“ waren ein voller Erfolg. 

Interview Gruppe 1: „Ich denke, Kämpfen ist schon die einfachste Lösung, aber nicht die beste.“

Interview Gruppe 2: „Ich fand es interessant, dass es nicht nur eine Story war.“

Interview mit Spielleiter Oli: „Man kann nie genug Würfel haben“

Spielfiguren auf einem Spielfeld

Wenn ihr euch entscheiden müsstet: Unsichtbar werden oder Fliegen?

Bella: Das ist fies

Luna: Gute Frage

Bella: Unsichtbar werden

Luna: Unsichtbar werden

Kirika: Fliegen

Kate: Fliegen

Welche Charaktere habt ihr gespielt?

Luna: Elfe

Bella: Goblin

Kate: Fee

Kirika: Katani, also äh, Katzenvolk

Und was hat euch so ausgemacht?

Kirika: Ich war fies

Bella: Ich konnte gut ausweichen und gut kämpfen

Kate: Ich war sehr stark

Kirika: Ich hab dauernd Bars ausgeraubt

*Lachen*

Luna: Ich hab sehr viel mit Tieren gemacht, dadurch, dass ich mich in sie verwandeln konnte.

Worum ging es in eurer Geschichte?

Luna: Also wir waren Schrottsammler und haben dann den Auftrag bekommen einen Energiekern zu finden

Bella: Und dann mussten wir halt von einem Charakter zum anderen gehen und dann hat der Charakter uns immer wieder neue Aufgaben gegeben.

Kirika: War wie ne große Schnitzeljagd.

Kate: Im Gröbsten waren wir halt erstmal in der Roboterstadt

Luna: Und der Elefant hatte dann den Energiekern wir wollten den aber nicht töten, weil das schlecht für das Klima dort ist, weil ers fürs Klima dort verantwortlich ist und deswegen haben wir ihn versklavt.

Kirika: Aber jetzt ist er ja eigentlich wieder frei, jetzt kann er ja eigentlich wieder Regenwolken pusten und so

Luna: Wir haben ihn nur kurz versklavt, um uns von der Stadt dorthin zu bringen

Sehr nett von euch

Kirika: Guck mal, wir haben ihn immerhin nicht auseinander gebaut, getötet und die Einzelteile dann mitgenommen, um daraus einen neuen Roboter zu bauen

 

Gab es einen Moment, den ihr besonders wichtig in eurer Geschichte fandet?

Luna: Dass wir ihn [den Elefanten] nicht getötet haben.

Kate: Ja.

Bella: Ich glaube das war der ausschlaggebende Punkt, ja, sonst hätten wir wahrscheinlich jetzt noch gekämpft

Was war eure liebste Fähigkeit, die ihr einsetzen konntet?

Luna: Mich in Tiere zu verwandeln

Kirika: Ich hatte halt zwei, aber die andere kam später erst wieder dazu

Kate: Bei mir ist es Heilen

Bella: Bei mir war meine Lieblingsfähigkeit, dass ich gut ausweichen konnte und dass ich halt, wenn jemand den Wurf verfehlt hat, dass ich ihm dann helfen konnte

Kirika: Klingenregen und Dinge in Brand setzen

Hattet ihr Konflikte und wie habt ihr die in der Gruppe Konflikte gelöst?

Luna: Wir haben dann halt dafür argumentiert für das, was wir machen wollten und meistens haben wir dann dafür eine Lösung gefunden, wie wir machen beides, aber der macht das zuerst

Kirika: Ich würde sagen, ja die gabs, zum Beispiel wer als erstes angreifen durfte.

*Lachen*

Bella: Wer als erstes den Elefanten verprügeln durfte. Was dann schlussendlich uns überhaupt nichts gebracht hat.

Wenn ihr die Woche nochmal komplett neu anfangen könntet, was würdet ihr anders machen? Warum?

Luna: Ich glaub, wir würden gleich zum Elefanten gehen, weil wir mussten erstmal Schrotts sammeln, dann mussten wir irgendein Tor mit verschiedenen Fallen bewältigen und es wäre halt leichter hätten wir den Elefanten-

Kirika: Ich denke halt wir hätten von Anfang an beim Donnerkiefer gegen den gekämpft, also wenns nach mir gegangen wäre. Der war halt nicht so schnell wie der Elefant, auch wenn wir ihn umprogrammiert haben, war das jetzt trotzdem- ODER sofort zum Turm gehen und den Wäschbären rauslassen, der dann schlussendlich auch nur den Turm ausrauben wollte.

Kate: Hats aber halt nicht geschafft

Kirika: Wir hätten vielleicht doch nochmal am Ende, wenn wir bei dem Wäschbären gestartet wären, dann wären wir zum Ende vielleicht doch nochmal zu ihm gegangen und hätten ihn verprügelt.

Luna: Hätten wir das ganze Wissen, hätten wir gewusst, wer der Elefant ist.

Bella: Aber ich muss sagen, dann wärs auch nicht so cool gewesen

Luna: Und hätten wir den Donnerkiefer besiegt, dann wäre Krabbe ja nicht vorangekommen, weil den Kern hätten wir ja trotzdem gebraucht

Kate: Die Rätsel waren halt cool im Turm fand ich

Kirika: Ja, aber ich muss halt sagen, wenn wir halt alle schon vorher gelöst hätten-

Luna: Wärs auch nicht mehr so cool gewesen.

Alle: Ja

Nächste Woche spielt noch eine Gruppe, was wäre der wichtigste Ratschlag, den ihr ihnen geben möchtest?

Kate: Auf alles zu achten!

Kirika: Und Bars auszurauben

Bella: Dass sie sich untereinander nicht streiten sollen, vor allem, wenn wir nur noch zwanzig Minuten haben also beim Bauen jetzt

Luna: Das Kämpfen nicht unbedingt die einfachste Lösung ist und man auch einfach bisschen kreativ sein kann und dann andere Dinge überlegen muss.

Kirika: Ich denke, kämpfen ist schon die einfachste Lösung aber nicht immer die Beste.

Das ist doch ein schönes Schlusswort! Danke dass ihr dabei wart!

 

Wenn ihr euch entscheiden müsstet: Unsichtbar werden oder Fliegen?

Fury: Ich würde gerne unsichtbar werden.

Arkanos: Ich würde auch unsichtbar werden

Aron: Ich würde auch gerne unsichtbar werden.

Donos: Ich würde gerne unsichtbar werden, da ich Höhenangst hab.

Alle lachen

Bilbo: Ich würde lieber unsichtbar werden.

Welche Charaktere habt ihr gespielt?

Fury: Ich war Schurke

Aron: Ich war Aron, ich war ein Druide, ähm, also auch ein Drakona als Unterklasse und es hat mir sehr Spaß gemacht, zu spielen

Arkanos: Ich war Arkanos, ich war ein Magier und von der Herkunft war ich Infernis aus den Bergen.

Fury: Achso, ich als erster, der schon was gesagt hat, mein Name war Fury.

Donos: Der Name meiner Figur war Donos, ich war auch ein Druide, ich war ein Faun von den Wegen.

Bilbo: Ich war ein Wächter namens Bilbo, der ein Halbling von den Wurzeln war.

Worum ging es in eurer Geschichte?

Fury: Um Schrottbestien

Aron: Also wir wurden beauftragt von der Anführerin unserer Stadt Krabbe, wir brauchen einen neuen Energiekern, weil Krabbe ist wie eine Krabbe, die läuft und wir sind jetzt gerade in einem Revier von einem sehr mächtigen Monster, also Schrottbiest, wir bekämpfen immer Schrottbiester. Und der Energiekern funktioniert nicht mehr und wir müssen einen neuen Energiekern finden damit wir wieder weiterlaufen können. Und da müssen wir in das Revier von denen, vom Donnerkiefer

Gab es einen Moment, den ihr besonders wichtig in eurer Geschichte fandet?

Fury: Ja. Als ich am Eichhörnchen gestorben bin.

Aron: Als Arkanos seinen Feuerball auf diesen Maschinenelefanten geworfen hat. Das hat er zweimal gemacht und das eine Mal hat der alle vier Beine von dem Maschinenelefanten kaputt gemacht.

Arkanos: Als ich fand es interessant, dass es nicht nur eine Story war, am Ende haben wir halt gegen so einen großen Elefanten gekämpft also einen mechanischen Elefanten, der einen Energiekern in sich hatte, den wir gebraucht haben. Und ich fand interessant, dass es nicht so einfach war „Ihr habt den Elefanten besiegt, ihr bekommt den Energiekern und alles ist gut, sondern wir wurden gefragt, ob wir den Energiekern nehmen wollen, aber dadurch das gesamte Ökosystem da ausgeschaltet wird, aber unsere Stadt gerettet ist. Oder ob wir das Ökosystem lassen wollen, wie es ist und unsere Stadt dann eben nicht gerettet ist.

Aron: Und um das aufzulösen, wir hatten noch einen anderen Energiekern, weil wir bei so einem Hochhaus waren und da haben wir auch so in Monster besiegt und dadurch hatten wir noch einen kleineren Energiekern und den haben wir dann mit dem größeren Energiekern ausgetauscht wodurch wir dann den großen Energiekern mitnehmen konnten und unsere Stadt dann retten konnten. Und dadurch haben wir dann auch unsere Medaillen auf denen „Stadt Krabbe“ steht, bekommen.

Was war eure liebste Fähigkeit, die ihr einsetzen konntet?

Donos: Ich hab mich mit meiner Druidenfähigkeit in eine Schildkröte verwandelt und er hat mich geworfen.

Bilbo: Ja, ich fands auch am coolsten als wir Donos geworfen haben.

Aron: Also am besten gefallen, hat mir das fliegende Auge, das war halt so eine Kugel, die ich werfen konnte und dann konnte ich mit dem Auge quasi sehen und das konnte fliegen und ich konnte zwischen der Sicht des Auges und meiner eigenen Sicht hin und her wechseln und das hat mir sehr gut gefallen, das hab ich manchmal benutzt in Situationen

Arkanos: Also mir haben zwei Dinge gut gefallen, die eine Sache, dass ich mein Aussehen beliebig verändern konnte und das hatte ich leider nicht so lange, weil das erst am letzten Tag dazu kam, mein Feuerball mit dem ich einfach unfassbar viel Flächenschaden machen kann, aber den hab ich halt auch nur einmal gebraucht, weil der ziemlich spät kam.

Fury: Also meine liebste Fähigkeit war der Mitternachtsgeist. Ich konnte einen Klon von mir erschaffen, den ich auf sehr weite Distanz platzieren konnte, ich muss dafür zwar eine Hoffnung abgeben, aber trotzdem hat der sehr viel Damage gemacht.

Hattet ihr Konflikte und wie habt ihr die in der Gruppe Konflikte gelöst?

Fury: Ich hab viel geklaut.

Aron: Ja, Fury hat viel geklaut und das hat mich total geragebaitet. Auch wenn er keine Chance hatte, was zu klauen

Wie habt ihr das dann geklärt?

Aron: Ich hab dann öfter das Kreuz hochgehalten und dadurch wurde das nicht mit in die Geschichte reingenommen. Und der Maxwell-Song, der hat einfach nur genervt.

Und wie habt ihr das geklärt?

Arkanos: Da kam ein Machtwort von Oli

Wenn ihr die Woche nochmal komplett neu anfangen könntet, was würdet ihr anders machen? Warum?

Fury: Ich würde nichts anders machen

Aron: Ich würde noch ein paar Freunde einladen, die gleichalt sind.

Donos: Ich würde glaube ich am Anfang, da kannte ich das System noch nicht so ganz und da würde ich glaube ich…da hätte ich noch ein paar andere Fähigkeiten ausgewählt, weil ich da noch nicht so ganz wusste, was Angst ist oder was Hoffnung ist oder was Stress ist oder so und deswegen hätte ich da vielleicht noch ein paar andere Sachen ausgewählt.

Wir haben im Herbst wieder eine Gruppe, die spielt, was würdet ihr denen so für Tipps geben?

Fury: Dass sie sich nicht von Eichhörnchen beißen lassen

Akranos: Und nicht einfach wahllos Tränke trinken…

Fury: Ja, nicht einfach Tränke trinken

Aron: Dass sie nicht zu risky gehen, weil ich war mehrmals im Spielen auf zwei Herzen und dann hätte irgendwas mich töten können. Und deswegen nicht zu risky gehen und in Deckung gehen, wenn da ein großes starkes Monster ist.

Donos: Also zwei Sachen, einmal, wenn man stirbt auf jeden Fall den Fall nehmen, dass man nach dem Kampf wiederbelebt wird und dann nicht einfach komplett raus ist und Gestaltenwandel und Aussehenwandel ist teilweise ziemlich wichtig.

Aron: Gestaltenwandel waren die Druiden, die ich und Donos waren.

Oli: Oder sich in eine Stadtwache zu verwandeln, um den Konsequenzen des Schurken zu entkommen.

Alle: Ja

Fury: Warum schauen denn mich alle so an?

Die Frage aller Fragen: Barbar oder Zauberer?

Schon Zauberer, Zauberer ist schon vielseitiger als Barbar. Barbar ist gut, aber der haut halt nur drauf und irgendwann wird das dann langweilig, sehr repetitiv.

Seit wann spielst du Pen & Paper?

Seit etwa zwölf Jahren.

Warum hast du „Daggerheart“ als Spielsystem ausgewählt?

Also prinzipiell finde ich besonders im Umgang mit Kindern Daggerheart sehr gut, weil man durch diese Karten, hat man doch die Fähigkeiten nochmal in der Hand. Man kann nochmal genauer hingucken und solche Sachen. Und ich mag es auch einfach es zu leiten, muss ich sagen, weil dieses Hoffnung-und-Angst-System in Daggerheart gefällt mir sehr gut, weil es eine bessere Dynamik hat. Man hat nicht mehr das Gefühl „Der Gamemaster macht irgendwas, weil er Bock drauf hat“, sondern er opfert eine Ressource dafür, um diese Fähigkeit einsetzen zu können.

Gab Momente mit den Gruppen, die dir besonders im Gedächtnis bleiben werden?

Ich fand bei der ersten Gruppe sehr spannend, dass sie sehr dieses „Misstrauische“ hatten und das wurde dann zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung, dass sie dem Wäschbären nicht geglaubt haben. Dass er sie hinters Licht geführt hat, ist nur geschehen, weil sie ihm nicht geglaubt haben. Da bin ich halt. Warum soll ich diese Fantasie, die sie haben, nicht erfüllen?

Und ich fands schön, dass beide Gruppen sich entschieden haben, ein Ende zu machen, bei dem sie gesagt haben „Gut, wir finden irgendwie eine Lösung, dass beides funktioniert.“

Des Weiteren fand ich spannend, dass die zweiten Gruppe sehr schnell vom Thema abgedriftet ist, wenn es um Robotik-Aufgaben ging. Dann war dann alles andere so ein bisschen spannender, aber zwei der Jungs haben komplett durchgezogen und die Robotik-Aufgaben quasi gelöst und dadurch dann halt den Plot gut vorangetragen, auch wenn sie eher die ruhigeren waren. Aber sie waren die, die ständig dabeigeblieben sind. Das hat mir sehr gut gefallen.

Es gab also unterschiedliche Herangehensweisen der Gruppen, gab es denn auch etwas, wo sie sich geähnelt haben?

Ja, also prinzipiell haben sie sich geähnelt. Sie waren tatsächlich sehr gut im Lösen der Rätsel im Turm. Das haben sie schnell und fix begriffen.

Wo ein großer Unterschied war, war, dass die erste Gruppe sehr einfach die Möglichkeit hatte zu fliegen, wodurch viele Probleme der Umgebung leicht zu bewältigen waren, wo ich mir dann eher etwas aus den Fingern saugen musste, warum sie nicht die ganze Zeit irgendwo hin fliegen konnten. Die zweite Gruppe hatte so ein bisschen die Überlegung „Ja, wie kommen wir denn überhaupt da ran?“ und die hatten mehr dieses taktische Vorgehen, statt zu sagen: „ja, wir fliegen halt dahin“.

Warum hast du einen Workshop nur für Mädchen* angeboten?

Wir haben ja den MINT-Bereich, den wir mehr fördern möchten, deswegen ist es auch effektiv ein MINT-Projekt. MINT-Fächer und MINT-Projekte sind immernoch sehr männlich dominiert, durch Klischees und das Umfeld und solche Sachen. Deshalb haben wir extra einen Kurs ausgeschrieben für nur Mädchen, damit die dann auch kommen und die waren genauso pfiffig beim Programmieren und die hatten genauso viel Spaß. Das Ding ist nur, dass oft in dem Alter in der Altersklasse noch eine große Spaltung zwischen Mädchen und Jungs ist und dann kann es passieren, dass sie denken „Ah, da sind so viele Jungs drin, da will ich vielleicht doch nicht mitspielen“ oder „Oh nee, da sind so viele Mädchen drin, da will ich nicht mitspielen“. Deswegen war diese Trennung vielleicht doch ganz sinnvoll.

Wie hast du Pen & Paper mit MINT-Themen verknüpft?

Die haben im Spiel einen kleinen Roboter gefunden, den sie aufgebaut haben, das war ein EV3 Legoroboter, den sie dann während des Spiels zur Problemlösung benutzt haben, beispielsweise um eine Tür zu öffnen, um einen Hindernisparcours abzufahren, um eine Ablenkung zu erzeugen. Das mussten sie parallel programmieren, teilweise war das auch auf Zeit, weil sonst zum Beispiel eine Bombe explodieren würde, wenn sie halt das Kabel nicht durchschneiden. Da mussten sie sich dort drauf fokussieren.

Und ansonsten ist Pen und Paper voll mit Mathematik. Man hat super viel Kopfrechnen, was dort geübt wird. Man hat die ganze Zeit Plus- und Minusaufgaben, die man da zusammenbastelt.

Und auch solche Überlegungen wie „Wenn der Elefant jetzt umfällt, wenn wir nur ein Bein zerstören, dann kippt er zu der Seite. Und da kommen wieder räumliches Denken und Physik in Spiel. Also „Wo platzieren wir uns, damit der nicht auf uns drauffällt.“

Gibt es andere Spielsysteme, die du mal mit Kindern und Jugendlichen ausprobieren möchtest?

Ja, es gibt ein System das heißt Tiny Dungeons, das ist das, was ich noch überlegen möchte. Daggerheart ist ja nicht hauptsächlich auf Kinder ausgerichtet, aber das würde ich gern mal testen. Das hat auch Kartenzusätze und ist direkt in leichter Sprache geschrieben. Und das andere ist Epyllion, da spielt man einen Drachen und man muss Freundschaft sammeln, um seine Fähigkeiten nutzen zu können. Man wird also stärker, je mehr man anderen hilft, was sehr schöne Prinzipien sind, die da vermittelt werden. Das ist dann eher für 8-10-Jährigen.

Welchen Rat würdest du jungen Menschen geben, die gerne mal Pen & Paper ausprobieren würden?

Lasst euch nicht abschrecken, es ist viel Text, es ist viel lesen, aber wenn man einmal drin ist, macht es unglaublich viel Spaß und es ist so ein schönes Hobby. Man kann in so viele verschiedene Welten eintauchen und man kann so viele verschiedene Charaktere erschaffen und treffen. Und was ich auch raten möchte, probiert euch auch mal als Spielleitung aus. Das macht auch super viel Spaß. Einfach mal eine Geschichte zu erzählen und mit Freunden eine Geschichte gemeinsam zu erleben. Auch wenn die ersten Geschichten nicht die großartigsten Geschichten sind. Ich hab auch mit 16 meine erste Geschichte geschrieben und die kann man heute nicht mehr lesen. Pure edgyness, mehr ist das nicht. Also das ist, was ich so raten würde. Und kauft euch schöne Würfel, man kann nie genug Würfel haben.

Bildergalerie Pen & Paper meets Robotik

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