INSPIRATA on Tour

Julia Püschel/ Mai 22, 2026/ Allgemein/ 0Kommentare

Kooperationen, Wissenschaftsschaufenster und Netzwerkarbeit

Die INSPIRATA macht sich auf den Weg, ein Science Center zu werden. Dafür brauchen wir verschiedene Kooperationspartner, die mit uns gemeinsam Neues entwickeln oder Teil unseres Wissenschaftsschaufensters werden.

Besuch bei der Phaenomenta in Flensburg

Als Teil des MINTaktiv-Netzwerks durfte das Team der INSPIRATA im März die Phänomenta in Flensburg besuchen. Gemeinsam mit anderen Science Centern aus ganz Deutschland haben wir uns zu verschiedenen Themen ausgetauscht, die uns alle bewegen. Am Ende war klar: Wir wollen hochwertige MINT-Bildung für alle!

Die Phänomenta liegt direkt an der Förde und zeichnet sich durch ihre tollen Exponate und Experimente aus. Auch der Aufbau des Gebäudes mit Café, modernen und klassischen Elementen lädt zum Entdecken und Verweilen ein. Besonders begeistert waren wir vom Saal des Lichts, und den vielen Möglichkeiten Drehbewegungen zu entdecken. Ein echtes Highlight ist auch die riesige Camera Obscura, mit der Besuchende den Ursprung der Fotografie entdecken könnt.

Besuch bei LIFE Child

Die LIFE Child-Studie der Universität Leipzig erforscht die kindliche Entwicklung von der Schwangerschaft bis zum Erwachsenenalter. Im Fokus stehen dabei Einflüsse der Lebensumstände auf die Entstehung von Zivilisationskrankheiten wie Adipositas. Seit 2011 wurden bereits über 6000 Kinder sowie 1400 Schwangere untersucht. Die Datenerhebung erfolgt durch biologische Proben, körperliche Tests sowie strukturierte Befragungen. Ziel ist es, Faktoren für ein gesundes Aufwachsen zu identifizieren und Präventionsansätze zu finden. Das Forschungsprojekt sucht fortwährend neue Teilnehmende Familien. Alle Informationen zur Studie und einer Teilnahme findest du hier.

Besuch in Zwenkau bei FUSE Composite

Wir wurden vom Sachsenleinen e.V. eingeladen, um uns ein Bild ihrer Arbeit zu machen. Der Sachsenleinen e.V. setzt sich als gemeinnütziger Verein bereits seit den 90ern dafür ein, den Anbau natürlicher Fasern in Sachsen zu fördern und bekannt zu machen. Daraus erwuchs der heutige Verein, der sich als Fachgremium für „Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Branchenverbände, parlamentarische und Regierungsinstitutionen, Ministerien und Verbraucher auf dem Gebiet des Anbaus und der Verarbeitung von Faserpflanzen, Naturfasern und anderen nachwachsenden Rohstoffen“ versteht (Quelle: sachsenleinen.de).

Das junge Start-Up FUSE („Natural Fibers in Use“) ist Teil des Netzwerks von Sachsenleinen und stellt biobasierte „Verbundwerkstoffe“ aus Naturfasern her für den Leichtbau. Hierfür bauen sie im Leipziger Umland Hanf und Flachs selbst an und haben eine eigene Produktionskette entwickelt, mit der sie die selbst angebauten Fasern weiterverarbeiten können. In den Produktionsschritten entstehen verschiedene Produkte, die sehr unterschiedlich verwendet werden können. Am Ende sind die Stoffe zum Beispiel in Skiern, Kindersitzen, aber auch in Windkraftanlagen zu finden. Wichtig werden Verbundwerkstoffe mit Hanf besonders, weil sie aus nachwachsenden Rohstoffen sind und endliche Rohstoffe ersetzen können. (Quelle: fuse-composite.de)

Unternehmen wie FUSE und der mit ihnen verbundene Sachsenleinen e.V. zeigen, wie innovativ und vielfältig die Region ist. Der Strukturwandel ist in vollem Gange und neue Ideen sprießen aus dem Boden. Der Wissenschafts- und Innovationsstandort Leipzig beweist durch Unternehmen wie FUSE die Stärken dieses Transformationsprozesses.

Verbundwerkstoffe sind Stoffgemische aus mindestens zwei Grundstoffen, z.B. Beton + Stahl = Stahlbeton. Verbundwerkstoffe werden bisher vor allem aus synthetischen Grundstoffen hergestellt. Diese sind nicht recyclebar und Schaden der Umwelt durch einen hohen CO2-Fußabdruck.

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